Tierkommunikation

Mit Tieren sprechen - Dekofoto Tierkommunikation

Tiere kommunizieren in Bildern, Farben, Gefühlen auf telepathischem Wege. Der Kommunikator ist der Übersetzer und deshalb spielt es auch keine Rolle, wo das Tier herkommt, sei es aus Deutschland oder Italien, denn diese Form der Kommunikation kennt keine Sprachbarriere.

Bei manchen meiner „Gesprächspartner“ kommt es mir aber lustigerweise so vor, als hätten sie einen Akzent wie bei dem Kuvasz Kim aus Italien zum Beispiel.

 

Es kann für mich  wie ein Dialog, ähnlich wie eine Unterhaltung mit einem Mensch, sein,  der mir gegenüber steht. Es ist ganz unterschiedlich je nach Tier und findet in meinem Kopf statt. Teils sind es Bilder, die die Tiere schicken, die ich wie ein Puzzle zusammensetzen muss.

 

Es tauchen von Besitzern oft ähnliche Fragen auf, wie zum Beispiel Zeit empfunden wird oder was wichtig ist für das Tier.

 

Hier muss man vom Grundsatz her wissen, dass Tiere ein anderes Zeitempfinden haben.

Sie springen in ihren Schilderungen oft sehr in den Zeiten nach unserem Empfinden, doch sie leben in der Gegenwart und mit dem Rhythmus der Natur.

Hunger und Durst spielen eine Rolle, evtl. die Jahreszeiten, Tag und Nacht so in der Art.


Haben sie das erste Mal einen aktiven Zuhörer, werden sie erzählen, was ihnen wichtig ist und kommen dann von einem Erlebnis zum anderen. Dabei wird alles vermischt. Für uns Kommunikatoren ist das sehr schwierig zu sortieren und gerade, wenn ein Tier verschwunden ist, sind diese Zeitsprünge nicht gut für den Erfolg beim Wiederfinden.Es kann aber auch sein, dass sie mir das zeigen, was sie sich wünschen und im Moment verloren haben.

Oder da Tier erzählt gerade noch von einer tollen Lichtung, wo ein Bach geflossen ist und es Jagderfolg hatte. Zufällig war da auch ein ganz besonders geformter Baum, der die Lichtung einzigartig machte. Das Tier kann inzwischen aber schon wieder einige Kilometer von dort weg sein, wenn der Besitzer an dem Ort eintrifft.

 

Auffällig ist, dass Tiere das „erzählen“, was für sie immer noch wichtig ist und einschneidend. Abgehakte Sachen kommen nicht mehr zur Sprache.

 

Die Wertmassstäbe sind dabei anders anzusetzen als bei uns. Beim Lesen des Protokolls sollte man versuchen, die Perspektive zu wechseln, denn für unseren Hund oder unser Pferd ist vielleicht nicht der Sieg wichtig und das Prestige, sondern das besondere Gefühl, sich vielleicht wichtig zu fühlen, eine Aufgabe zu haben und auch die Streicheleinheiten. Der Verlust eines Stallgenossen oder eines Menschen oder auch einfach Gerüche, die besonders toll waren können für ein Pferd wichtig sein.

 

Sie überraschen uns manchmal mit regelrecht philosophischen Aussagen, sind aber trotzdem ganz Pferd oder Hund und haben somit die Bedürfnisse, die sie in dieser Daseinsform haben und nicht die unsrigen.

 

Oder noch ein Beispiel aus der Pferdewelt: Manchmal wird ein Sattel erwähnt, der nicht passt und Rückenschmerzen macht. („aber den haben wir doch schon vor drei Monaten ausgetauscht!). Leider wurden im Anschluss die Rückenschmerzen nicht behandelt („nein, wir dachten, damit wäre es gut“). War es offenbar noch nicht – der Sattel war traumatisch und der Schmerz noch präsent, also beides erwähnenswert.

 

Manchmal tauchen einfach Dinge auf, die Besitzern nicht so bewusst oder tatsächlich unbekannt sind. Vielleicht wird eine Stallkatze beschrieben, die dem Besitzer völlig unbekannt ist, jedoch von den Kindern beobachtet wurde und vom Stallbesitzer bestätigt wird, dass sie regelmässig in der Pferdeboxe weilt.

 

Lassen Sie sich also nicht von Erzählungen Ihres Tieres verwirren, die sie im ersten Moment nicht zuordnen können. Gerade, wenn ein Tier an mehreren Orten gewesen ist, wird es bestimmt Erlebnisse von den verschiedenen Lebensstationen erzählen, die Ihnen nicht unbedingt bekannt sind. Vielleicht wird Ihr Tier ein Thema streifen, das Ihnen im Moment nicht präsent ist, jedoch dem Tier unheimlich wichtig scheint. Vielleicht wird Ihr Tier Erlebnisse dramatisieren oder abschwächen, die Sie aus Ihrer Sichtweise und Empfindung anders werten würden.

 

Diese Dinge macht gerade Ihr Tier und Ihr Protokoll zu etwas besonderem. Der Kommunikator ist der Übersetzer, doch die Gedanken kommen von „Ihrem“ Tier.

 

Eins noch zum Schluss, wie oben beschrieben, der Kommunikator ist Übersetzer, d.h. es können ihm auch Fehlinterpretationen unterlaufen, denn meist sind es Puzzleteile, die er zusammensetzt. Auch hier ein Beispiel. Ein Hund zeigt immer das Bild eines Elefanten, mit dem er offenbar zusammenlebt. Das bestätigt er auch.

Wie sich dann herausstellt, ist es ein Plüschelefant, der in seinem Körbchen wohnt. Im Gespräch mit dem Besitzer wird dann vieles klar, wo man vorher nicht wusste, wie es zu „übersetzen“ ist.

 

Ich versuche bei meinen Interpretationen das Tier als Persönlichkeit darzustellen und beschreibe seine Bedürfnisse nach bestem Wissen und Gewissen. Ich empfinde mich in dem Moment als seine Stimme und dies ist unter Umständen für den Besitzer nicht immer bequem.

 

Vielleicht hilft diese Einleitung, die Arbeit des Kommunikatoren ein wenig zu erklären.

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Tierkommunikation

 

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